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Qualität vs. Quantität (der Quantitätsflick) wer die lücke der absenz erkennt (wie?) wer mit der lücke kämpft, kann ins produzieren geraten: stopfen, stopfen, stopfen: das leck, ungestopft, führt zum versinken (ersaufen). der paradoxe zustand tritt dann auf, wenn man am lückestopfmittel erstickt. [mvs: 030304] > wittgenstein; lieber fritz; kalfatern; logorrhöe; beschäftigungsdrang; konstipation; gänseleber quasi (lat.) Quasi setzt sich aus den beiden lateinischen Wörtern ‹qua› und ‹si› zusammen. Qua heisst auf Deutsch soviel wie ‹wie› und si bedeutet ‹wenn›. In der Übersetzung wird ‹quasi› angegeben mit ‹gewissermassen, gleichsam, sozusagen›. Das kleine Wörtchen ist meiner Ansicht nach ein gutes Beispiel für die verschiedenen Speicher im menschlichen Hirn. Fragten wir uns im Gymi gegenseitig Vokabeln ab, hatten viele von Tuten und Blasen keine Ahnung von der Bedeutung ‹quasi’s›. Derart in lateinischen Vokabeln denkend und null Bezug zum normalen Sprachgebrauch anwendend, zuckte oft einer unter dem dröhnenden Bass des Lehrers zusammen und versuchte aus dem Geflüster der Banknachbarn die Bedeutung des Wörtchens herauszuhören. Quasi wird derart häufig gebraucht in der deutschen Sprache, dass viele Leute ihm seine lateinische Herkunft nicht anmerken, sie quasi vergessen. [rg]
Querverweise der querverweis in lexika dient dazu, ein noch nicht zuende erklärtes durch ein anderswo schon unvollständig (nicht erschöpfend!) erklärtes zu erweitern. das lustbringende an diesem system ist, dass man von lemma zu lemma wandern kann, sich immer wieder entscheiden muss, welches aus dem angebot der lemmata man weiterverfolgen soll es ist ein wandern mit vielen weggabelungen und verzweigungen, oder es ist ein flickenteppich, der endlos in die breite wächst und den fussboden des traumwandelns so weich und weit bedeckt, dass man immer weiterträumen möchte. jean paul besass zwar keine riesige bibliothek, las aber sehr viel und, wichtiger noch, exzerpierte und notierte wie einer, dem die welt davonlaufen könnte. zu seinen vielen exzerptenheften legte er register an, zu diesen registern wieder register: so arbeitet einer, dem die weltbilder der menschheit voller löcher ist, die geflickt und verbessert werden sollen. nur: so genau wie er weiss selten einer, dass kein flicken hält und, kaum ist er appliziert, nach einem neuen flicken gerufen wird. und zum ende kann man dann sagen: «müde aber glücklich sind wir in morpheus’ umarmung gesunken er hat uns in die gefilde der nachträge entführt». [mvs: 030410] > unsterblichkeit; jean paul; qualität; logorrhöe; beschäftigungsdrang; lücke; kopfnote |