Happy End

der ultimative flick aufs entertainige dramolett ist das happy end: wenn schon im realen leben nix grad läuft, dann soll es wenigstens in den hoolywoodschwarten mit rechten dingen zu und her gehen. und sonst will ich mein geld zurück, aber subi, susch tätschst! (auch mit ein grund, warum ich nicht ins kino gehe: zuviele happy endings. very predictable.)            [mvs: 030630] –> beauty & beast; boredom; langeweile

 

Harlekin

Das zusammengeflickte Harlekinskostüm mit seinem vor allem in Frankreich stilisierten Rautenmuster symbolisiert das Paradigma der Lächerlichkeit dieses lustigen Komödianten, dieser komischen Figur der Commedia dell’arte. Sein Kleid war der visuelle Ausdruck der Satire; seine Sprache, sein Benehmen war bloss Flickwerk, war bloss Parodie, indem sie Fragmente der gültigen Rede der Herrscher zu verdrehen verstand und damit die Moral durch Karikatur affirmierte. Die Machart hat in katholischen Gebieten für die Fasnacht den historischen Unter­bau für das textile ‹Geschnurpfe› geliefert. Das Muster des Fleckengewandes des ‹Arlequin ancien›, das ur­sprünglich ein Bauernhemd mit langen Beinkleidern war, das mit zahlreichen bunten Stoffstückchen besetzt war, um die ausserordentliche Armut des Zanni zu kennzeichnen, geht auf das Hundert­fleckenkostüm des römischen Gauklers, der ‹Centunculus›, zurück.

Arlecchino, auf dem Arlequin in Frankreich und später Harlekin in Deutschland basieren, war eigentlich ein Anarchist aus Veranlagung, mal frech und vorlaut, mal naiv und unschuldig, mal scharfsinnig, mal dumm. Er trat in Fettnäpfchen, wo er konnte, um sich mit entwaffnender Liebenswürdigkeit wieder herauszureden. Er war die zentrale (Hunger)figur der Commedia dell’arte und genoss beim Publikum die grösste Sympathie, da er mit seinem Kostüm, seiner Körperhaltung (gebückte Hal­tung) und agilen Bewegung (auf Zehenspitzen), mit seinem Klopfbengel am Gürtel (batocchio=Prügelstab, mit dem die Bergamasker Bauern ihr Vieh zusammentrieben; phallisches Symbol) auf Essen, Trinken und Frauen aus war (und mal das eine für das andere hält und nimmt), obwohl er immer treu seinen Herren und Brot­gebern (Dottore, Pantalone) zu Diensten sein wollte.  [ffv 15022003]

 

Hausfrauenarbeit

Ein Spruch in einem Poesiealbum von 1982: «Liebe Tanja, / sei so schlau und werde / niemals Ehefrau, heute darfst / du Rosen pflücken, morgen / musst du Hosen flicken.» In dieser Einschätzung spiegelt sich ein Bild der Armut, das immer bestimmte Schichten betraf: Landarbeiter, Taglöhner, Heim- und Fabrikarbeiter und Almosenempfänger, die zu verschiedenen Zeiten, auch heute wieder, durch zerschlissene, ungeschickt geflickte oder zerlumpte Kleidung auffallen. Darin sind Tätigkeits­felder des 19. Jahrhunderts erkennbar, die es heute kaum mehr gibt: jedem Wind und Wetter ausgesetzte Arbeit auf dem Feld, an schmutzigen Maschinen, mit schweren Geräten, mit staubigen und öligen Energie­trägern, mit rauhen Materia­lien. Zudem waren die Kinder gerade von Unterschichtfamilien zum Arbeiten angehalten, und sie machten das, entgegen heutiger moralischer Zeigefinger, mit Lust und Spass, denn es war ihr Lern- und Lebens­umfeld, in dem noch keine Entfremdung vorhanden war, die Familie also geschlossen mehr oder weniger derselben Arbeit nachging (Kinderarbeit wurde erst 1909 offiziell verboten). Der Defekt war auch längst nicht so negativ bewertet wie heute. Es ging darum, das Gerät, die Kleider in der entsprechenden Funktion zu erhalten; eine ästhetische Komponente wurde erst mitentscheidend im Kontakt mit anderen, der nicht mehr im Kontext der Arbeit stand. Dort, wo sich die manuelle Arbeit zur Dienst­leis­tung wandelte, und die Pädagogi­sierung einerseits und die aufkeimende Freizeitindustrie in der zweiten Hälfte des 19. Jh. können dafür als An­fänge zur bürgerlichen Disziplinierung gelten, schaute man mit kritischeren Augen auf das Defekte. Als Teil der bürgerlichen Ideali­sierung des gesunden und reinen Körpers war auch die zweite Haut der Kleidung, und in der Verlängerung die Reinheit und Distanz vor den Aus­dünstungen der Wirtschaft mit ihrem Rauch und Ge­stank, mitgemeint. Kinder, vor allem Mädchen, waren im Hinblick auf diese Gutbürgerlichkeit gefordert, die Nütz­lichkeit des innerhäuslichen Reparaturhandwerks zu erkennen. Wichtig ist auch der Unterschied, ob es in den Näh- und Strick­schulen vor allem um das Erlernen der Flickfähigkeit für den Eigenbedarf ging (woraus sich in der 2. Hälfte des 19. Jh. der Handarbeits­unter­richt entwickelte), oder ob eine neues Handwerk (wie Stricken) erlernt werden sollte (was sich in den Lehren des frühen 20. Jh. und den Berufs­schulen des späten 20. Jh. fortsetzte), das einen materiellen Nutzen in absehbarer Zeit in Aussicht stellte. Doch auch der vertiefte Unterricht in einem Handwerk war bis tief ins 20. Jh. vor allem für den Beruf der Haus­frau ge­dacht und kaum als eigenständige, auf eine ge­schlechts­spezifische Autonomie abzielende Lehre.

Doch es gibt auch eine Kehrseite: Der Flick als modischer Schick. Nur passt dazu nicht ein verhärmtes, abgemagertes Gesicht, sondern am besten damit gepaart sind Designerschuhe und adrette Accessoires. Der pseudomässige Defekt ist also bloss ein Zitat, das im Kontext eine modische Masche repräsentiert.             [ffv 14022003]

 

Hausfrauen, sparsame

400 Sachen zum Bessermachen. 400 neueste Winke und Kniffe jeder Art für die moderne und praktische (aber vor allem: für die sparsame) Hausfrau im Jahre 1935/36

4. Gegen Kopfschmerzen ein ausgezeichnetes Mittel: Heisse Milch mit einem Schuss Rum oder Kognak trinken!

5. Gusseisen lässt sich wieder dauerhaft kitten – auch bei kleinerem Maschinenschaden usw. – mit eienm gut durchgerührten dickflüssigen Gemisch aus Menninge, Bleiglätte und Glyzerin.

6. Glas- und Porzellan Kitt stellen Sie selbst her durch weisse Gelatine und Essig, über dem Feuer erwärmt. Die Bruchstellen von Tassen, Tellern usw. müssen vorher erhitzt werden, damit sie später auch das Waschen aushalten.

15. Spröde Haut? Dem Waschwasser Milch zusetzen!

20. Gegen Mitesser: 1 Teil Pespsin und ein Teil Borax in Wasser aufgelöst, ist das beste Mittel.

37. Nervosität und nervöse Schlaflosigkeit. Früh Abendbrot essen, keinen echten Kaffe, keinen echten Tee (aber Baldriantee ist nützlich!), ärgerliche Sachen morgens erledigen und nicht spätnachmittags oder abends, keine allzu ‹spannenden› Romane, sonder n lustige Bücher lesen (das soll man aber nicht im Bett!), vor dem Schlafengehen im Radio ruhige Musik hören!

380. Glaskitt. Hausenblase in Weingeist gekocht, gibt einen vorzüglichen Glaskitt.            [Günter Heymann Verlag, Friesack 1935]

 

Hautreparatur

Die Haut wird eingeteilt in Leisten- und Felderhaut, wobei die erstere den grössten Teil der äusseren Haut bildet. An den Handtellern, Fingern, Fusssohlen und Zehen tritt die wesentlich dickere Leistenhaut auf. Die Leistenhaut ist frei von Haaren, Talg- und Duftdrüsen. In durchschnittlich 27 Tagen sind alle Zellen der Epidermis einmal ausgetauscht, ohne dass sich die genetisch festgelegte Architektur von Furchen und Leisten, die im kriminologisch genutzten Fingerabdruck zum Ausdruck kommt (die Identifizierung könnte übrigens auch an den Zehen oder an der Ferse vorgenommen werden, wird aber aus Praktikabilität bloss an den Fingerkuppen ge-macht), verändern würde. Dieser permanente Renova-tionsprozess umfasst immerhin rund 2 Quadratmeter Ober-fläche.

Da die Haut im Laufe des Alterns an Spannkraft und Elastizität verliert, entstehen Falten. Ebenso begünstigen die Verminderung des Fettanteils im Unterhautgewebe und der Feuchtigkeitsverlust die Faltenbildung. Faltige Haut ihrerseits ist weniger regenerationsfähig; Ver­letzungen heilen langsamer. Operative Eingriffe werden entlang der Spaltlinien der Haut gemacht. Die chirurgische Schnittführung ist deshalb von Bedeutung, weil so das Klaffen der Wunde vermindert oder vermieden werden kann. Eine quer zur den Spaltlinien verlaufende Wunde heilt nicht nur schlechter, sondern hinterlässt auch eine unschöne Narbe, was vor allem bei der Schön­heitschirurgie entscheidend ist.             [ffv 24122003]

 

Havarie

 

Heimwerkermarkt

Zahlen für Deutschland und 1983: 24% beschäftigen sich Sanitär-Reparaturen, 36% mit Elektroreparaturen, 67% In­standsetzungsarbeiten in der Wohnung (Malen/ Ta­pezieren). Reparieren ist also nicht mehr nur ein Aspekt der regulären Erwerbsarbeit, sondern hat sich zum Freizeithobby gewandelt, das durch Baumärkte und DIY-Centers am Leben erhalten und gar ausgebaut wird. Die dort angebotenen Produkte stehen professionellen Werkzeugen mittlerweile in nichts mehr nach, sodass auch Profis vermehrt en solchen Engros-Geschäften einkaufen.

Als Ausgleich zum Bürojob ist die Freizeithand­werkelei geradezu prädestiniert, den kollektiven Druck am Arbeitsplatz mit einer individuell-autonomen Tätig­keit, mit Spass und heimlichem Stolz hinsichtlich der finanziellen Gestehungs­kosten, zu kompensieren. Die finanziellen Investitionen und die aufgewendete Zeit für die Reparatur im Vergleich zur Neuanschaffung sind also sekundär. Damit wird der abschätzig gemeinte Begriff des Flickens, der nahe an der Armut figuriert, positiv besetzt und als Signum der Selbständigkeit und Kom­petenz gehandelt.

Vor allem Eigenheimbesitzer betätigen sich als Heimwerker. Gemäss einem Artikel stecken in eigenen Häusern rund 40000 Franken Eigenarbeit [cf. Der Spiegel 18/1983, 76]. Die Gründe dazu liegen in der Geldersparnis, aber auch in der schlechten Erreichbarkeit und Verfüg­barkeit von Handwerkern.

Wachstumskurven, Umsatz, Angebote, Ausgaben (3% des privaten Verbrauchs?) der Heimwerkerei etc. wäre hier noch einzuflicken.             [ffv 13022003]

 

Henker

 

Herft

kleiner raum auf dem schiff, wo werkzeug, flickzeug, farbe und gerümpel aller art gelagert wird. das herft ist stauraum und ersatzteillager, ort aller eventuell noch einmal für irgendetwas brauchbare dinge, bevorzugtes versteck für ratten, private sachen und ausrangiertes auf vormüllstufe. das ganz und gar unbrauchbare landet dann im grossen herft: über bord.            [lh] –> gerümpel

 

Herrgott, Donner etc!

herrgottdonnernocheinmal: der fluch, als misstrauensflick in der anrufung: 1. herrgott = wenn schon allmächtig, dann mach mal was gscheites (reflektierter glaube, aber man weiss ja nie so recht, vielleicht gibts ihn tatsächlich); 2. donner = thor (oder zeus, je nach belieben), die blitzewerfer: tu was, falls es dich gibt (zweifel); 3. nocheinmal = es wirkt ja nie wie gewollt, der gott macht was er will, also: repetitives anrufen (da springen die schlauen schon in die volle verzweiflung und merken, dass es so nicht geht. nur hiob war ein bisschen ausdauernder, resultat ausstehend).

das fluchen ist ohnehin ein generalflickzeug auf misslungene lebenssituationen: ein gleitmittel aus verschissenen situationen in einen quasirettenden dampfdruckablassschlitten, der direkt wieder in das normale leben zurückführt (wo ja auch das geld gleich neben der kacke auf der strasse liegt. das fluchen ist die einsicht (spontan, unreflektiert) in die not und flicksituation. weiter wird da nicht gedacht).

(ganz heimlich wird den göttern auch willkür unterstellt: man weiss nie so recht, warum sie was tun, und dann, mit aufklärerischer skepsis zunehmend, unterstellt man ihnen, falls es sie überhaupt gibt, schlicht durchfall: scheisse! – nur: wenns dann grad wieder goldthaler regnet und das glück in allen farben leuchtet: dann haben die da oben wohl auch mal wieder à la bocuse gespeist. dazu ist interessant: «die beurteilung des heiligen anhand der farbe und konsistenz der exkremente» (nota zuhanden der vatikanischen egregation, abt. heiligsprechungsinvestigation): da wird schon einiges klarer, im labor (verdünnungszustand 1:1000000n.))          [mvs: 020428etc.] –> amputation; anal: freud; floskeln; gott; kinderlieder; sandalenfabrik, fluchen

 

herzl.

als abschlussformel – «und tschüss» – mit namen oder namenskürzel versehen in briefen : das herz schon mit verschiedenen bypässen (umwegen) versehen – verstopfungen, engpässe, detours, sackgassen, dead ends.

wenn schon die sprache nicht mehr ganz ans herz rankommen darf, wie soll dann das herz an die spache kommen. und, wer spricht denn da? ein gewirr aus kurzgeschlossenen und falsch geflickten synapsen? was sind die letzten worte des kollaps’?

was heisst verständnislosigkeit auf herzlich übersetzt – ver.stand.niessen.los.ich.keit? = ich muss jetzt mal = euphemismus für ich entleere mich = ich hab keine ahnung von nix aber keine ahnung ist ja wohl auch ein argument? verschiebungen aller art, als ob es eine vielschichtigkeit jenseits des nicht-verstehens und des nichts-verstehens gäbe. pluri-was denn bitte, wenn einfältigkeit auf einfl. verkürzt wird.

mein herz ist so gross, dass auf das «herzl.» selbst noch ein «ich» folgen darf. denn eigentl.-ich bin schon auch ich letzt-end-l-ich. und es sterben, ausserhalb und selbstwahrnehmlich, immer die anderen. das andere, eigene, wissen wir noch nicht.

bis da.hin.             [mvs: 020320] –> amputation; floskeln

 

heterogen

aus verschiedenen bestandteilen zusammengesetzt.

[mvs: 020320] –> katzentransportkörbe; grossvater; frankenstein

 

Hexe

 

Hilfe

 

Hinweis

 

Hobby

einem hobby widmet man sich, man frönt ihm, ein hobby zu haben heisst, sich in seiner freizeit mit etwas zu beschäftigen, leidenschaftlich sogar: er war ein leidenschaftlicher sammler, ein passionierter modellbauer. das hobby ist der kleinbürgerliche flick auf die freie zeit. früher mussten die bauern den ganzen tag lang arbeiten, und wenn sie abends müde waren, haben sie sich noch ein wenig in die einzig beheizte stube gesetzt und die katzen gestreichelt. der adel musste generell nicht arbeiten, der vergnügte sich bei gesellschaftlichen einladungen, jagd, vielleicht ein wenig stickerei, literatur und klavierspiel. als dann mit der industrialisierung die strikte einteilung in arbeits- und freizeit kam, musste das privileg der freien zeit zelebriert werden: während die arbeiter in der industrie schicht schufteten, erfand das bürgertum die häuslichkeit, die gemütlichkeit, gartenlaube und osterhasen, und wenn der brave ehemann von der arbeit nach hause kam, widmete er sich in mussestunden einer freizeitbeschäftigung. das hobby ist eine bestätigung des geschäftigen tuns und des tugendhaften lebens gerade auch in der nicht ökonomischen zeit. wer ein hobby hat, der ist nicht faul (und müssiggang gilt noch immer als gesellschaftliches delikt). gleichzeitig bestätigt es das eingebundensein in die verdienende und wertschaffende gesellschaft: das hobby hat eine komplementärfunktion zur erwerbsarbeit (man soll sein hobby nicht zum beruf machen) und es fehlt noch eine klassifikation aller berufsgattungen und entsprechenden hobbies.             [lh] –> müssiggang

Höflichkeit

 

Hoffnung

 

Höhlengleichnis (Plato)

wenn das staunen im wahrnehmen einsetzt und zum nach-denken verführt: dann beginnt das dauerflicken. sich selbst am zeus herumflicken. weltbilder stürzen tv-mässig gezappt an der hölenwand ein – was bleibt ist postmoderner dekonstruierter abfall ohne jede weitere recyclingmöglichkeit. und dann: also doch: remote control wegwerfen und selbst dabei sein. mit haut und haar und hirn und herz. (das ist nicht naiv dahergesagt: das ist ‹jedes ding an seinem ort spart viel müh und not›: wenn man sich mal den abendländisch behaupteten widerspruch zwischen subjekt und objekt wegwischt, dann ergeben sich neue diskurse, die jenseits der ‹reflexion› (spiegelung) herumwuseln: und jedes ding, auch das sobehauptete ich, findet einen ort. die crux bei dieser letzten be.haupt.ung ist, dass es diesen ort auch wieder nicht gibt (utopia): es sei denn, man akzeptiere eine bewegung in limbo als topie – was ich mühelos imaginieren und manchmal auch er-leben kann.             [mvs: 031210] –> katzentransportkörbe; freud, sigmund; frankenstein; bruno latour; schrödingers katze; ‹look mom, no head›

 

Holzwurmtod

Liebe Fachleute, aus unserem Urlaub in Südafrika haben wir einen geflochtenen Korb mitgebracht. Nach-dem dieser nun zwei Monate an demselben Ort gestanden hat, befanden sich darunter kleine Haufen sehr feinen Holzmehls. Kann es sich dabei um Holzwurmbefall handeln und was ist zu tun? M. H.

 

Lieber M. H., den Korb würde ich zuerst sofort isolieren z.B. im Alufolie, wenn eine Erhitzung im Backofen möglich ist. Sonst im Garten verbrennen. Insekten aus Afrika können a) auch bei uns im Haus überleben und b) dort sehr unangenehm werden. H. R.            [lh] –> schädlings-bekämpfung; information; anleitung; begründung; expertise

 

Homöopathie

 

Hörhilfe

Hörrohr, Hörbrille, Hinter-dem-Ohr-Hörgerät im engeren Sinne, Im-Ohr-Gerät, Otoplastik, Cochlea-Implantat im medizinischen Sinne, Lautsprecher, Alarmglocke, Weckdienst (090077xxxx) etc. im weiteren Sinne. [ffv 29122003] –> gehilfe, gehhilfe

 

Hormone, künstliche

 

Hörrohr

 

Hörtest

 

Horoskop

Æmagie; alltag; befindlichkeitsflick; begründung; fährte (falsche); wissenschaft

 

Hotel

 

Humor

immer wieder geeigneter flick für peinliche, absurde und andere situationen. aber eben nicht in jedem fall flickwirksam, sondern oft auch ursache so mancher peinlichen, absurden und anderen situation. je nach verständigung. am liebsten ist mir persönlich der unfreiwillige humor. also eine ungewollte interferenz zwischen einer situation und einer aussage, dort wo zwei unterschiedliche deutungssysteme aufeinandertreffen, und wer’s gemerkt hat, darf sich ungeniert totlachen.             [lh] –> übergangsschnuppern

 

Hufschmied

der hufschmid verpasst den pferden neue schuhe und flickt die hufe. ohne menschen bräuchten die pferde wohl keine schuhe (der liebe gott hätt sie, die schuhe, sonst schon erfunden. oder etwas adäquateres). [mvs: 030310] –> schuhmacher; arbeitstier; vergewaltigung; liebe gott, der

 

HY (Citroën)

ein freund von mir hat einen HY, eines von diesen citroën-wellblechfahrzeugen aus den frühen 60er jahren, von denen es hierzulande nur noch seltene exemplare gibt. so selten, dass es kaum möglich ist, nur einen HY zu besitzen; man braucht mindestens noch einen zweiten als ersatzteillager. mein freund hat drei, und die haben so ihre eigenheiten und vorzüge. erstens sind sie schön. wenn sie da wie drei junge elefanten nebeneinander stehen, erleben die meisten menschen bei ihrem anblick den so genannten jö-effekt. zweitens ist ein HY der ideale allzwecktransporter. ganze haushalte inklusive klavier kann man verladen, pferde, holzlieferungen und musiker auf tournee samt instrumenten. drittens, und das ist wichtig, kann man alles selber flicken. jedes kabel, jedes lager ist zugänglich und wenn man das chassee einmal verzinkt hat, ist das ganze eigentlich nicht mehr zu töten. viertens ist der HY ein ideales wohnmobil für ferien in frankreich. und nur in frankreich, denn HY-ferien sind immer auch HY-suchfahrten, bei denen alle beteiligten diesen einmaligen HY-suchblick trainieren. hinter jeder kurve, auf jedem verlassenen hof oder industriegelände könnte ein verlassener HY stehen, den man noch ausschlachten kann: ein ersatzteillager in freier autowildbahn.             [lh]

 

Hygiene